25% der neuen Mitarbeiter gehen nach dem ersten Jahr. Ein Fehler im Onboarding- Prozess?

Wenn man bedenkt, dass ca. 25 % aller neu eingestellten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen das Unternehmen im ersten Jahr wieder verlassen, zahlt es sich aus, nach dem erfolgreichen Recruiting auch den nächsten Schritt konsequent und professionell zu gehen.

Onboarding

ist der Prozess, der die Phase von der Einstellung eines Mitarbeiters bzw. einer Mitarbeiterin bis zur erfolgreichen Integration im Unternehmen beschreibt. Unternehmen mit gelungenem Onboarding-Prozess haben im Vergleich mit Unternehmen ohne strukturiertes Onboarding eine 50 % höhere Mitarbeiterbindung und eine um 54 % höhere Produktivität pro neuem MA.

Wie im Vertrieb oder beim Einstellungsgespräch … der erste Eindruck zählt! Auch der, den das Unternehmen gegenüber dem neuen Mitarbeiter macht und, um die Besten anzusprechen, wahrscheinlich auch versprochen hat.

Folgende Grafik gibt eine kurze Übersicht über den Prozess, der mindestens die ersten 90 Tage umfasst:

 

onboardingprozess

Im Wesentlichen besteht Onboarding aus 5 Schritten zu einer erfolgreichen Integration:

1) Vorbereitungen vor 1. Arbeitstag

Nutzen Sie die Zeit, um Ihre internen Hausaufgaben zu erledigen. Wesentlich ist, die zukünftige Führungskraft, aber auch den Mentor/Buddy genau über die Potenziale und die Entwicklungsfelder/den Bedarf zu informieren und sich dazu auszutauschen. Bei Mentoren/Buddys, die dies zum ersten Mal machen, ist es sinnvoll, sie über ihre Rolle und Aufgabe eingehend aufzuklären.

2) 1. Arbeitstag

Nehmen Sie sich als Führungskraft die Zeit, Ihren neuen MA am ersten Tag persönlich willkommen zu heißen, ihm in einem Rundgang durch die Firma die wichtigsten Bereiche und Kollegen vorzustellen und in einem persönlichen Gespräch noch einmal gegenseitige Erwartungen abzugleichen, die ersten wesentlichen Regeln zu klären und ihn über die nächsten Schritte zu informieren.

3) Begleitung durch gezieltes Mentoring-/Buddy-System

Neben klaren und vielleicht sogar niedergeschriebenen „Hausregeln“ gibt es eine Vielzahl an unternehmensbedingten Werten und Normen. Ein erfahrener Buddy oder Mentor kann dem neuen MA helfen, sich mit der gelebten Kultur vertraut zu machen ebenso wie mit Strategien und Ausrichtung, wichtigen Personen, Informationsquellen oder Kommunikationswegen.

4) 1. Monat:

Gerade im ersten Monat kommt es darauf an, den neuen Mitarbeiter oder die neue Mitarbeiterin Schritt für Schritt anhand eines Planes in den neuen Arbeitsbereich einzuführen, regelmäßige Feedbackgespräche zu führen und ihm/ihr damit wesentliche Orientierung zu geben.

5) Erste 90 Tage:

Einen sinnvollen Beitrag zu einem großen Ganzen (Unternehmenserfolg) zu erbringen ist einer der wichtigsten Motivationsfaktoren für MitarbeiterInnen. Das Kennenlernen anderer Bereiche (Job Rotation), die Erklärung der Zusammenhänge im Unternehmen, Einbinden in (bereichsübergreifende) Projekte und z. B. Mitnahme zu Terminen bei Kunden spielen hier eine wesentliche Rolle.

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© Iventa.
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