by martina.barwitzki@iventa.eu
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Die eigentliche Herausforderung ist nicht KI, sondern der Wandel der Arbeitswelt
Die meisten Unternehmen beschäftigen sich intensiv mit Künstlicher Intelligenz. Neue Tools werden eingeführt, Prozesse automatisiert und Effizienzpotenziale analysiert. Eine zentrale Frage bleibt im Management oft unzureichend beantwortet:
Verfügt Ihre Organisation über die nötigen Kompetenzen und Strukturen, um das Potenzial von KI tatsächlich in Wertschöpfung zu übersetzen?
Während IT-Teams die technische Infrastruktur ausrollen, entscheidet in Wahrheit der Faktor Mensch über den ROI der Investitionen. Wenn Führungskräfte und Mitarbeitende nicht befähigt werden, Arbeitsweisen und Rollenbilder anzupassen, bleibt selbst die leistungsfähigste KI-Lösung eine teure Fehlinvestition.
Künstliche Intelligenz verändert nicht nur einzelne Handgriffe. Sie verändert komplette Rollenprofile, Entscheidungswege und Anforderungsprofile im gesamten Unternehmen.
Das World Economic Forum (Future of Jobs Report 2025) belegt das Ausmaß dieses Wandels eindrucksvoll:
- 39 % aller Kernkompetenzen von Mitarbeitenden werden sich in den nächsten fünf Jahren verändern oder irrelevant werden.
- 63 % der globalen Arbeitgeber nennen den anhaltenden Skill-Gap als das größte Hindernis für die erfolgreiche Unternehmenstransformation.
Die entscheidende Führungsfrage lautet daher nicht: „Welche KI-Tools sollten wir als Nächstes lizenzieren?“
Sondern:
„Welche konkreten Fähigkeiten und Rollenbilder benötigen unsere Mitarbeitenden, damit unsere Investitionen messbare Ergebnisse liefern?“
Warum viele Unternehmen in eine Kompetenzlücke laufen
In vielen Unternehmen herrscht bei der Beantwortung dieser Frage noch immer Blindflug. Welche Skills sind bereits vorhanden? Welche Rollen werden durch KI und Automatisierung grundlegend verändert? Und wo lohnt sich die Investition in Re- und Upskilling am meisten?
Ohne diese Transparenz wird Personalplanung schnell zur Momentaufnahme statt zur Zukunftsstrategie. Die Folge: Unternehmen laufen Gefahr, Potenziale zu übersehen, Ressourcen falsch einzusetzen und wichtige Zukunftskompetenzen zu spät aufzubauen. Daraus entstehen konkrete finanzielle und strategische Risiken (Quelle: The Future of Jobs Report 2025):
- Produktivitätsverluste: Unternehmen investieren in KI-Tools, doch viele Möglichkeiten bleiben ungenutzt. Der Grund: Mitarbeitende wissen oft nicht, wie sie KI sinnvoll in ihre tägliche Arbeit integrieren können.
- Fehlbesetzungen und Fehlplanungen im Recruiting: Es werden weiterhin Jobprofile gesucht, deren Aufgaben in absehbarer Zeit von Systemen übernommen werden – während strategisch kritische Zukunfts-Skills im Recruiting unberücksichtigt bleiben.
- Wettbewerbsnachteile: Unternehmen, die ihre Rollen, Prozesse und Kompetenzen nicht rechtzeitig weiterentwickeln, verlieren an Geschwindigkeit und Innovationskraft. Wer KI erfolgreich nutzt, kann schneller agieren und sich entscheidende Vorteile am Markt sichern.

„Wer erst reagiert, wenn Transformationsprojekte auf breiten Widerstand stoßen oder fehlende Skills den Betrieb lähmen, verliert wertvolle Zeit und Kapital.“
KI & Human Readiness: Die Formel für nachhaltigen ROI
Technologie allein schafft noch keinen Wettbewerbsvorteil. KI-Lösungen lassen sich heute schnell einkaufen und sind für viele Unternehmen verfügbar. Entscheidend ist jedoch, wie gut Menschen und Organisationen diese Technologien in ihren Arbeitsalltag integrieren und produktiv nutzen können.
Genau das beschreibt der Begriff „Human Readiness“: die Fähigkeit eines Unternehmens, Mitarbeitende, Führungskräfte und Strukturen erfolgreich auf neue Technologien vorzubereiten und Veränderungen aktiv zu gestalten. (Quelle: McKinsey Report: AI in the workplace)
Organisationen mit hoher „Human Readiness“ profitieren von:
-
Schnelleren Erfolgen bei der Einführung neuer Technologien, weil Mitarbeitende diese rasch und sinnvoll einsetzen können.
-
Schnellerem Kompetenzaufbau und einer höheren Produktivität im Arbeitsalltag.
-
Wirksameren Weiterbildungsinvestitionen, weil gezielt jene Kompetenzen entwickelt werden, die tatsächlich benötigt werden.
-
Höherer Mitarbeiterbindung, da klare Entwicklungs- und Weiterbildungsperspektiven geschaffen werden.
Skill-Gaps erkennen, Zukunft sichern: Die Grundlage erfolgreicher KI-Transformation
Um die KI-Transformation risikofrei und erfolgreich zu steuern, braucht die Unternehmensführung ein klares und datenbasiertes Bild des Status quo:
- Rollenprofil-Analyse: Welche Aufgaben entfallen, welche verändern sich, welche entstehen neu?
- Skill-Gap-Identifikation: Wo klafft die größte Lücke zwischen IST-Fähigkeiten und SOLL-Anforderungen?
- Targeted Re- und Upskilling: Entwicklung einer maßgeschneiderten Qualifizierungs-Roadmap statt pauschaler Trainings.
- Organisatorische Verankerung: Anpassung von Anforderungsprofilen und Performance-Kriterien, Einbindung von Führungskräften und Mitarbeitenden für den Transfer in die Organisation.
Erst auf dieser Grundlage lassen sich Budgetentscheidungen für Weiterbildung, Organisationsentwicklung und KI-Maßnahmen strategisch rechtfertigen.
Wer Skills strategisch entwickelt, sichert den Unternehmenserfolg!
Geschäftsführer*innen, HR-Leitung und C-Level stehen vor der Aufgabe, technologische Innovationen mit einer gezielten Human-Readiness-Strategie zu koppeln. Die erfolgreichsten Unternehmen der kommenden Jahre werden nicht jene sein, die KI-Tools als Erste einkaufen – sondern jene, deren Menschen und Rollen am besten darauf vorbereitet sind, das Potenzial dieser Werkzeuge voll auszuschöpfen.
Erfahren Sie hier mehr darüber, wie Sie Ihre Organisation mit Iventa Skills Forward auf die KI-Transformation vorbereiten.