Jammernde und lästernde Kollegen – was tun?

By | Aktuelles Thema, Jobs & Bewerben

Wir verbringen zu viel Zeit damit, über unangenehme KollegInnen oder den/die ChefIn zu lästern oder beschweren uns darüber, was alles nicht funktioniert. „Hast du schon gehört, was xy wieder gemacht hat?“, „Er/sie ist total unorganisiert.“, „Mich wundert nicht, dass die Sache wieder nicht funktioniert.“ – so oder ähnlich klingt es, wenn negativ eingestellte Menschen ihrem Ärger Luft machen. Es bringt zwar kurzfristig Erleichterung, ändert aber langfristig nichts und schadet sogar dem Unternehmen.

Haben Sie sich schon einmal überlegt, wie viele Stunden Sie in Ihrer Arbeitszeit mit Beschwerden verschwenden – aktiv oder als ZuhörerIn? Eine, zwei oder zehn oder sogar zwanzig pro Monat? Unglaublich, um wie viel produktiver Sie ohne diese ständigen Klagen sein könnten!

Interessant ist, warum sich manche Menschen überhaupt beschweren. Weil es gut tut, kaum Mut braucht und einfach geht. Wenn man sich über jemanden/etwas geärgert hat und diese aufgestaute Energie ungefiltert ablässt, weicht der erste Frust einmal. Meist aber nur kurzfristig und meist befindet man sich rasch in einer ähnlichen Situation, wieder im gleichen Teufelskreis. Und was passiert mit dem/der nicht betroffenen ZuhörerIn? Er/sie wird ebenfalls in diese negative Schlinge verstrickt und die Nachricht verbreitet sich. Es bilden sich Verbündete bzw. Grüppchen und es schürt Unzufriedenheit. Das Problem wird damit jedoch nicht gelöst!

In erster Linie führt Jammern zu Tatenlosigkeit – man fühlt sich machtlos und es ersetzt das Bedürfnis, etwas zu ändern. Wenn man es jedoch schafft, nach einer ärgerlichen Situation kurz innezuhalten, könnte man diese Energie nützlich einsetzen und in Produktivität umwandeln. Wesentlich ist, dass man von der problemlastigen Sprache in eine lösungsorientierte findet!

Ein Lösungsvorschlag wäre:

  • Nehmen Sie das unangenehme Gefühl bzw. den Adrenalinschub in der Situation wahr.
  • Atmen Sie tief durch und versuchen Sie, Ruhe zu bewahren.
  • Wägen Sie ab, ob das Passierte tatsächlich eine Beschwerde rechtfertigen könnte. (Ein Beispiel wäre Schreien oder respektloses Verhalten eines Vorgesetzten.)
  • Überlegen Sie, was Sie unternehmen können, um Grenzen zu wahren, damit jemand sein Verhalten ändert oder wie eine Situation besser laufen könnte.
  • Sprechen Sie Ihr Vorhaben auch tatsächlich an!

Das braucht zwar Mut und vielleicht ist die erste Reaktion des Vorgesetzten Unverständnis oder Verweigerung, aber langfristig lohnt sich Ihr Engagement. Sie verschaffen sich in den meisten Fällen Respekt und ermöglichen dem Betroffenen, Ihre Sichtweise einzunehmen. Wagen Sie es! Sie werden überrascht sein, wie oft die Kritik auch angenommen wird. So lösen Sie das Problem direkt mit dem Betroffenen.

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Das gläserne Unternehmen — Chancen und Vorteile aktiver Arbeitgeberkommunikation.

By | Employer Branding, News

Kununu, Glassdoor, Indeed und Co. machen ehrliche, offene Arbeitgeberkommunikation immer unausweichlicher. Kandidatinnen und Kandidaten wünschen sich glaubwürdige Einblicke ins Unternehmen und wollen Berichte von ehemaligen oder aktuellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern lesen, bevor sie sich arbeitsvertraglich binden. Wird auf authentische Unternehmensbewertungen gesetzt, kann das die Entscheidung für oder gegen eine Bewerbung mitunter stark beeinflussen – und durch Transparenz gewinnt man einen guten Ruf über den aktuellen Bewerbungsprozess hinaus.

Einstellungsgespräche sind längst nicht mehr nur einseitig. Denn wer heute auf Jobsuche geht, ist nicht unbedingt daran interessiert, nur irgendwo „unterzukommen“. Ist die Zeit reif, um ins Arbeitsleben zu treten, wird viel genauer hingesehen. Ein Unternehmen wird erst attraktiv, wenn man sich, wenn schon nicht durch eine gemeinsame Schnittstelle, die einen Einstieg nahelegt, zumindest durch die gelebte Kultur und einen gewissen Wertekompass identifiziert. Je höher der Bildungsgrad, desto wacher die Augen und höher der Stellenwert dieser höheren, philosophischen Fragen.

Wie ist das soziale Klima? Wo leiste ich den bestmöglichen Beitrag? Welche Erfahrungen wurden bereits gemacht? Wenn nun das Management sich überlegt, in welche Richtung es steuern soll, um die besten Leute ins Boot zu bekommen, muss es über die Betriebswirtschaft hinaus denken. Mit nüchtern kalkuliertem Gehalt allein wird nicht mehr überzeugt. Ein sinnstiftendes, glückliches Leben zu führen ist für viele das Hauptmotiv. Unterm Strich zählt der Gewinn, aber es geht auch um Vertrauen, Anerkennung, Identität und Verantwortung.

Die Art, diese Werte zu vermitteln, ist emotional geprägt und erschließt sich aus sozialen Praktiken. Dass Unternehmen aus solchen Gesichtspunkten erfasst werden können, ist sowohl eine Chance für Arbeitssuchende als auch für das Unternehmen selbst. Denn gerade durch Transparenz, durch Vermittlung der inneren Werte nach außen, kann eine Idee in den Köpfen motivierter Fachkräfte Gestalt annehmen, Leidenschaften wecken und Fähigkeiten entfalten. Wer sich also für die nahe Zukunft gut aufstellen will, muss in der Welt der „Digital Natives 2.0“ präsent sein, Profile bereitstellen, Kanäle bespielen und einen offenen Diskurs mit bestehenden und ehemaligen Mitarbeitenden zulassen. So wird man zum Thema, bringt die Menschen zusammen und gewinnt an Bedeutung.

In der Online-Welt geben Suchmaschinen vor, wohin die Reise geht. Eine gute Platzierung in speziellen Jobbörsen, wie z. B. indeed.com, hilft dabei, Arbeitsuchende und -gebende ohne viele Umwege und Kosten zusammenzubringen. Wer Stellenanzeigen in solchen Job-Netzwerken möglichst attraktiv gestaltet, erreicht mehr Zugriffe und erhält mehr qualifizierte Bewerbungen. Hier werden Recruitingmittel am effizientesten eingesetzt und die identitätsbasierende Arbeitgebermarke sichtbar. Qualifizierte Bewerber sehen sich tendenziell weniger Anzeigen an. Daher können oft nur Unternehmen mit Top-Platzierungen begehrte Top-Performer für sich gewinnen.

Der individuelle Anspruch, in sozialen Netzwerken alles zu teilen, das einzigartig macht und allen zu zeigen, wie man lebt oder leben will, ist mittlerweile allgegenwärtig. Infolge wird auch viel selbstverständlicher hinterfragt, was ein Unternehmen einzigartig macht, wie es sich darstellt und wovon es lebt. Dadurch gewinnt eine anschauliche Arbeitgebermarke, abseits des abstrakten Konstrukts, immer deutlicher an Wert. Durch Beobachtung der Social Media kann auf Erfahrungsberichte zurückgegriffen werden, inklusive persönlichen Darstellungen und offenen Kommentaren, und es entsteht ein reges Eigenleben, das viel klarer zu interessierten Bewerberinnen und Bewerbern spricht. Im „War For Talents“ müssen sich Unternehmen also auch auf diesen Plattformen so attraktiv wie möglich machen — oder sie werden auf der Strecke bleiben.

 

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5 Tipps für erfolgreiche Video-Interviews

By | Aktuelles Thema, IT-Recruiting

Im digitalen Zeitalter, in welchem sowohl Zeit als auch Ressourcen knapp und kostbar sind, wird es immer wichtiger, effizient zu arbeiten. Im Recruiting bezieht sich dies vor allem auf die unverzichtbaren Interviews. Moderne Videotechnologien, zum Beispiel Skype oder GoToMeeting, ermöglichen es RecruiterInnen, wirksame Ergebnisse zu erzielen.

Vorteile von Videokonferenzen

Zu den wesentlichsten Vorteilen von Online-Interviews zählen die Einsparungen von Zeit und Kosten. Sie können sich minutengenau ins System einwählen und müssen nicht den Arbeitsort wechseln. Sonst erforderliche Meeting- und Besprechungsräume können eingespart werden, da gängige Videotechnologien auf nahezu allen Endgeräten verfügbar sind.
Ein Vorteil für BewerberInnen ist, dass sie sich eventuelle Reisezeit zum potenziellen Arbeitgeber sowie die damit verbundenen Reisekosten sparen – was wiederum bedeutet, dass sie örtlich unabhängig sind. Termine können meist leichter koordiniert werden, wodurch Flexibilität für beide Seiten gegeben ist. Natürlich ersetzt ein Remote-Interview keinen persönlichen Face-to-Face-Kontakt, aber es dient als erste Information und lässt Rückschlüsse über die/den BewerberIn zu.
Ein weiterer positiver Punkt für BewerberInnen ist die gewohnte Umgebung, in der das Interview durchgeführt wird. Das vertraute Umfeld vermittelt ein Gefühl von Sicherheit und stärkt das selbstbewusste Auftreten.

Da wir von Iventa regelmäßig Online-Interviews durchführen, können wir Ihnen folgende Empfehlungen für erfolgreiche Gespräche geben:

  1. Der erste Eindruck zählt!
    Ein Fakt, der oft unterschätzt wird! Bevor es überhaupt zu einem Remote-Interview kommt, sollten Sie Ihre eigenen Online-Profile kontrollieren. Haben Sie einen seriösen Namen vergeben? Ist das Bild für einen geschäftlichen Call angemessen? Welche persönlichen Informationen veröffentlichen Sie über sich?
    Hier haben KandidatInnen die erste Möglichkeit, bei RecruiterInnen zu punkten! Tipps für einen erfolgreichen ersten Eindruck finden Sie auch in diesem Artikel.
  2. Auf die technische Ausstattung kommt es an!
    Vor einem Termin ist es essentiell, die Internetverbindung und die Qualität der Webcam zu überprüfen. Eine teure Kamera bringt keinen Mehrwert, wenn die Internetverbindung langsam ist und nur verpixelte Bilder überträgt, oder umgekehrt!
    Kleine Pannen können natürlich passieren, aber nichts ist peinlicher, als technische Probleme, die Sie nicht beheben können (insbesondere von den IT-SpezialistInnen des rekrutierenden Unternehmens). Deshalb ist ein „Probeinterview“ jedenfalls empfehlenswert.
    Und wenn es doch einmal zu einer Panne kommt, ist es wichtig, angemessen zu reagieren und souverän damit umzugehen.
  3. Vorbereitung ist der halbe Erfolg!
    Wie beim Telefoninterview oder persönlichen Vorstellungsgespräch bedarf es einer entsprechenden Vorarbeit von beiden Seiten. Diese sollte sich sowohl auf die Kompetenzen und fachlichen Fähigkeiten als auch auf das potenzielle Unternehmen und auf die/den jeweilige/n GesprächspartnerIn beziehen.
  4. Ein Hintergrund kann viel verraten!
    Ein weiterer Punkt, der oft unterschätzt wird, ist der sichtbare Hintergrund bei einem Interview. Dieser sollte möglichst neutral sein. Ein aufgeräumtes und helles Zimmer vermittelt Freundlichkeit, Offenheit und Ordnung. Außerdem sollten Sie unprofessionelle Bilder, Gegenstände oder dergleichen aus dem Blickfeld räumen.
  5. Selbstpräsentation und Fokus!
    Obwohl Sie vor einer Kamera sitzen und Ihrer/Ihrem InterviewpartnerIn nicht persönlich gegenübertreten, ist das Erscheinungsbild nicht zu vernachlässigen. Dazu zählen neben einem adäquaten Outfit auch ein angemessener Abstand zur Kamera sowie der kontrollierte Einsatz von Gestik und Mimik. Generell sollte auch hier, wie bei persönlichen Interviews, die Körpersprache authentisch sein und zu Ihnen passen.
    Achten Sie darauf, dass sich keine Ablenkungen in Ihrer Nähe befinden. Das gilt sowohl für Personen und Gegenstände im unmittelbaren Umfeld als auch für Tätigkeiten oder Aktivitäten auf Ihrem Endgerät.

Haben Sie demnächst eine Videokonferenz? Dann setzen Sie diese einfachen Tipps doch gleich um und probieren sie aus!

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Meetings mal anders: Wie Sie mit einem Segelboot die Effizienz Ihres Meetings steigern

By | News, Personalentwicklung

Eigentlich ist es ganz einfach, aus schier endlosen, ergebnislosen und letztendlich demotivierenden Besprechungen produktive Arbeitsmeetings zu gestalten, die in der geplanten Zeit konkrete Ergebnisse liefern und für die Teilnehmenden einen echten Mehrwert bringen.

Was Sie dazu brauchen, sind zwei Dinge:

  1. Ein klares Verständnis der Grundprinzipien effizienter Meetings und deren konsequente Umsetzung sowie
  2. einen Werkzeugkoffer mit verschieden Tools und Methoden, der Sie dabei unterstützt, den Arbeitsprozess strukturiert und ergebnisfokussiert zu steuern.

Der Ruf nach eigenverantwortlichen, selbstorganisierten Teams, die in der Lage sind, schnell auf sich ändernde Herausforderungen zu reagieren und neue innovative Lösungen zu entwickeln, wird in unserer schnellen und komplexen Welt immer lauter. Agile Teams und agile Arbeitsmethoden sind die Schlagworte der Stunde.

Die Basis dazu ist eine zeitnahe, ziel- und ergebnisorientierte Kommunikation, die es dem Team ermöglicht, Potentiale, Erfahrungen, Ideen, Wissen und aktuelle Learnings der einzelnen Gruppenmitglieder zu nutzen und in konkrete Ergebnisse umzusetzen.

Das Mittel der Wahl sind verschiedene Formen von Meetings oder (Mini-)Workshops, die strukturiert und moderiert alle relevanten Beteiligten miteinbeziehen und das kollektive Wissen des Teams effizient nutzen, um Ergebnisse zu erzielen.

Grundprinzipien

Allen Meetings/Workshops, unabhängig von deren Intention und Inhalt, ist gemeinsam, dass sie gewisse Grundprinzipien einhalten – Details dazu finden Sie hier.

Werkzeugkoffer: Tools und Methoden

Im Wesentlichen folgt der Aufbau von Meetings der folgenden Struktur, die je nach Bedarf auch verändert oder gekürzt werden kann:

  1. Positiver Einstieg: Geben Sie den TeilnehmerInnen Zeit, anzukommen, und klären Sie nochmal das Ziel.
  2. Sammeln von Informationen: Schaffen Sie eine gemeinsame Sichtweise auf das Thema und sammeln Sie konkrete Ideen, um das Ziel zu erreichen.
  3. Themen bearbeiten: Vertiefen Sie die Themen mit dem Know-how der Gruppe. Klären Sie das Big Picture und die dazugehörigen Details.
  4. Decide what to do: Setzen Sie Prioritäten, fokussieren Sie und erstellen Sie einen konkreten Aktionsplan.

Verdeutlichen Sie nochmal die Ergebnisse und die nächsten Schritte. Schaffen Sie einen wertschätzenden Abschluss.

Für jede dieser Phasen steht eine Vielzahl an Tools zur Verfügung, die dynamisch miteinander kombiniert werden können. Eine detaillierte Vorstellung würde den Rahmen sprengen, wir wollen Ihnen aber anhand eines Beispiels aufzeigen, wie Sie aus den Begriffen „etwas Positives“, „Segelboot“, „Timeboxing“, „Mehrpunktabfrage“, „Lean Coffee“, „Personal Kanban Board“ sowie einer einfachen To-to-Liste ein effizientes Meeting zusammenstellen.

  • Starten Sie mit einem positiven Einstieg und ermöglichen Sie den TeilnehmerInnen beim Thema anzukommen, indem Sie sie dazu auffordern, „etwas Positives“ zum Meetingthema aus der jüngsten Vergangenheit zu berichten. (Timebox: 30 Sekunden/Person)
  • Zeichnen Sie ein einfaches Segelboot (Rumpf, Segel und Anker) auf ein Flipchart oder Whiteboard und lassen Sie die TeilnehmerInnen auf Haftnotizen schreiben, was „uns zum Thema weiterbringt“ oder was „uns zurückhält“, kleben Sie diese Notizen entsprechend zum Segel oder zum Anker. (Timebox: 10 Minuten)
  • Geben Sie jedem Teilnehmenden drei Klebepunkte und lassen Sie „abstimmen“, welche Themen die größte Priorität in der Gruppe besitzen. (Timebox: 2 Minuten)
  • Übertragen Sie die Themen nach Priorität auf ein „Personal Kanban Board“ – ein einfaches Flipchart mit drei Spalten (To Do / In Progress / Done). Je nach Zeit sind dies die drei bis vier wichtigsten Themen.
  • Hier steigen Sie ins „Lean Coffee“ ein. Beginnen Sie beim wichtigsten Thema und geben Sie jedem Thema eine Timebox von sieben Minuten, um in der Gruppe erörtert zu werden. Erkenntnisse aus dieser Diskussion werden auf Post-Its für alle sichtbar visualisiert. Sollten sich daraus Aufgaben ableiten, werden diese auf einer To-do-Liste (wer macht was mit wem bis wann) festgehalten. Braucht es für das Thema mehr Zeit, wird dies in einem anderen Meeting mit den richtigen Personen eigenständig bearbeitet.
  • Noch eine Anmerkung zum Begriff Timeboxing: Jeder Schritt erhält einen klar definierten Zeitrahmen, etwa eine Timebox von sieben Minuten. Wenn der Wecker klingelt, geht es zum nächsten Programmpunkt. Hier ist Konsequenz gefragt – wobei Sie Ihre TeilnehmerInnen natürlich ausreden lassen dürfen. Ein wertschätzender Abschluss wie die Kettenfrage „Wofür möchte ich meinem Nachbar / meiner Nachbarin danken?“ rundet das Meeting ab. Auf den ersten Blick ist „Timeboxing“ vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. Sie werden aber sehen, wie schnell alle lernen, kurz und am Punkt zu bleiben – und dann macht es Spaß.

So sehen moderne Arbeitsplätze bei Iventa aus! Coworking Space – Iventa Germany

By | News

Coworking Spaces sind zum zusammen Arbeiten da. Das sagt allein schon der Name – und wie im „new work“-Bereich üblich, wurde diese Form der Kooperation anfangs vor allem von Freelancern, Kreativen, Start-Ups und digitalen Nomaden genutzt. Bei Coworking Spaces handelt es sich meist um große, offene Räume, die je nach Interessensgruppe gestaltet sind und Arbeitsplätze und Infrastruktur zeitlich befristet zur Verfügung stellen.

Mittlerweile gibt es viele verschiedene Formen von Coworking Spaces, die sich durch Lage, Größe, Preis und auch der individuellen Einrichtung sehr unterscheiden. Außerdem ist die Community sehr unterschiedlich: Viele große Unternehmen mieten Büroräume in Coworking Spaces für spezielle Projekte. Der Vorteil: Eine neue Umgebung wirkt oft inspirierend und eröffnet neue Zugänge zu einem Thema. Außerdem ergeben sich durch das Zusammentreffen mit branchenfremden Unternehmen neue, kreative Möglichkeiten.

Abgesehen von Flexibilität ist auch ungebundenes Kapital ein Vorteil von Coworking Spaces: Werden sie nicht mehr gebraucht, können sie einfach und unkompliziert gekündigt werden. Zudem ermöglichen sie das ungezwungene Knüpfen von beruflichen Kontakten („informal connecting“): Die offene und transparente Raumgestaltung lädt dazu ein, auf Menschen zu zugehen. Moderne Meeting-Spaces bieten Raum zur Kommunikation und sind zudem mit modernem Equipment ausgestattet, um Meetings noch effizienter zu gestalten und visualisieren.

Auch bei Iventa setzen wir auf Coworking Spaces: Unser Büro in Hamburg nutzt seit November 2018 die neu eröffneten „WeWork“-Räumlichkeiten bei der Europa Passage. Die moderne Ausstattung passt hier gut zu unserem „hands-on“ sowie professionellen Selbstverständnis. Aufgrund unseres gewählten Kooperationsmodells können wir Termine in 498 WeWork-Büros weltweit abhalten – das spart Zeit und Geld bei internationalen Projekten. Zudem bleiben wir in organisationalen Wachstumsphasen anpassungsfähig.

Jan Anthon, Geschäftsführer Iventa Deutschland, schätzt persönlich die inspirierende Startup-Atmosphäre: An der Coffee Bar oder bei den vielen WeWork-Events trifft er auf unterschiedlichste Menschen und Berufe. So lernt er u.a. Trendforscher und eine junge Geschäftsfrau im Drohnen-Business, sowie große Unternehmen wie Amazon Digital näher kennen. Auch KundInnen, die uns an unserem neuen Standort besucht haben, sind von der Coworking-Atmosphäre angetan.

Fazit: Für uns ist diese Form der Bürogestaltung eine neue, durchwegs positive Erfahrung.

 (c) WeWork

DSGV – Was passiert mit meinen Daten und welchen Vorteil bringt die Speicherung meiner Daten?

By | Aktuelles Thema, News

Im Mai 2016 ist die Datenschutzgrundverordnung (DSGV) in der EU in Kraft getreten mit dem Ziel, ein einheitliches Datenschutzrecht für alle EU-Mitgliedstaaten zu schaffen. Am 25.05.2018 war es schließlich so weit – die neuen Datenschutzbestimmungen müssen seither von allen Unternehmen eingehalten werden, die in irgendeiner Art und Weise personenbezogene Daten verarbeiten. Auch Iventa ist davon betroffen. Doch welche Daten werden von Kandidaten/-innen gespeichert und welchen Nutzen bringt dies für Sie als Bewerber/in?

Hier ein kurzer Überblick.

Welche Daten werden gespeichert?

Im Zuge Ihrer Online-Bewerbung bei Iventa bestätigen Sie, dass Ihre von Ihnen eingegebenen, persönlichen Daten sowie Ihre durch Upload übermittelten Bewerbungsunterlagen von Iventa in einer spezialisierten, gesicherten Datenbank elektronisch aufgenommen und verarbeitet werden. Bei den Daten handelt es sich um personenbezogene Daten – in der Regel sind das Name, Adresse, Kontaktdaten, Informationen über Ausbildung und Werdegang, besondere Spezialisierungen bzw. Kenntnisse, Familienstand, Staatsbürgerschaft sowie die von Ihnen übermittelten Bewerbungsunterlagen.

Iventa erfragt oder speichert dabei grundsätzlich keine sensiblen Daten (z. B. Daten über die ethnische Herkunft, politische Meinungen, religiöse oder philosophische Überzeugungen, Gesundheit etc.).

Welchen Vorteil hat die Speicherung meiner Daten in der Iventa-Datenbank?

Die Aufnahme Ihrer Daten in die Iventa-Datenbank erfolgt ausschließlich für den Zweck, Sie in Ihrem aktuellen Bewerbungsprozess zu betreuen und Sie im Falle etwaiger zukünftiger Stellenausschreibungen auf diese aktiv anzusprechen. Falls Sie aufgrund Ihrer angegebenen Daten als potentielle/r Kandidat/in für eine Stellenausschreibung in Betracht kommen, kann Iventa Sie direkt kontaktieren und auf die vakante Position aufmerksam machen. Nachdem Sie auf die vakante Position angesprochen wurden, entscheiden Sie, ob Sie in den Bewerbungsprozess aufgenommen werden wollen. Ihre Daten werden dabei selbstverständlich stets vertraulich behandelt.

Weiterführende Informationen zum Thema Datenschutz für Kandidatinnen und Kandidaten

Stellenanzeigen im Liquid Design – die nächste Generation der mobil-optimierten Anzeigendarstellung

By | Aktuelles Thema, Media Service, News

Die optimale Anzeigendarstellung auf allen Endgeräten (vor allem mobil) ist heute keine Frage mehr, sondern ein Muss. Unternehmen sollten den nächsten konsequenten Schritt in Richtung „Stellenanzeige 2.0“ gehen.

Um künftig alle Stellenangebote in einer einheitlichen Struktur abzubilden, stellt StepStone, beginnend mit dem deutschen Markt, sukzessive alle Jobs auf das neue Liquid Design um. Das bedeutet, dass sich die Inhalte der Anzeige – aufgrund des intelligenten Designs – fließend dem genutzten Endgerät anpassen. Kandidaten/-innen sollen auf einen Blick relevante Inhalte zum Unternehmen finden, die Möglichkeit erhalten, potenzielle Arbeitgeber zu vergleichen und sich somit schnell für eine Bewerbung entscheiden können. Das primäre Ziel ist eine positive „Candidate Experience“ – die Summe aller Wahrnehmungen und Erfahrungen, die ein/e Kandidat/in mit einem potenziellen Arbeitgeber sammelt und assoziiert. Mit dem neuen Layout können darüber hinaus neue Features, wie z. B. der „Company Hub“ – ein kostenloses multimediales Unternehmensporträt mit Textinfos, Fotos und Videos – genutzt werden. Durch dieses und viele weitere Tools haben die Firmen die Möglichkeit, sich noch attraktiver und transparenter darzustellen.

Das neue Liquid Design von StepStone ermöglicht:

  • Präzise Ankerpunkte zur übersichtlichen Leseführung
  • Klar unterteilte und strukturierte Abschnitte
  • Optimale Darstellung auf allen Endgeräten
  • Umfangreiche Brandingmöglichkeiten (z. B. Bilderkarussell)
  • Integration von Inhalten aus dem Company Hub

Die Vorteile: 

  • Intuitiv erleb- und erfahrbarer Job, der keine Fragen offenlässt
  • Fortlaufende Erweiterung um wertvolle Features
  • Völlig neuartiges Job-Life-Matching
  • Verschmelzung von Employer Branding und Stellenanzeige
  • Dynamische Anzeige: individuelle Candidate Experience
  • Bessere Auffindbarkeit und attraktivere Darstellung Ihrer Anzeige ohne Mehrkosten

Was bedeutet die Umstellung für Sie und Ihr Unternehmen?
Das wahrscheinlich Wichtigste vorab: Für Sie entsteht kein Mehraufwand hinsichtlich Zeit und Kosten. Iventa – als Ihr Medienpartner – kümmert sich um die unkomplizierte und professionelle Veröffentlichung Ihrer Anzeige. In den meisten Fällen haben wir bereits eine aussagekräftige Unternehmensbeschreibung, Bild-, Logo- und Videomaterial (die Bild- und Videoeinbindung ist optional, aber ratsam) Ihres Unternehmens vorliegen und übermitteln die Daten gemäß aktueller Anzeigen-Richtlinien von StepStone.de an das Portal. Das Pricing bleibt selbstverständlich unverändert.

Die Prognose
Der Trend geht klar in Richtung Liquid Design. Die klassische, teils „starre Stellenanzeige“ wird wohl bald abgelöst. Wir sehen dies als gute Chance, Sie stressfrei und zeitnah in die neue Ära des Jobpostings zu begleiten.

Haben Sie Fragen zum Thema Liquid Design?

Ihr/e Iventa-Kundenbetreuer/in berät Sie gerne persönlich zu den Neuerungen und Möglichkeiten. Kontakt: anzeigen@iventa.eu

Die Anzeigenstruktur von Stepstone im Liquid Design als pdf-Ansicht

 

Komfortzone verlassen und Karriere vorantreiben

By | Aktuelles Thema, News

In der Komfortzone verharren oder bereit für einen Karrieresprung?

 

Kennen Sie das auch? Jeder Tag gleicht dem anderen? Sie bewältigen stets dieselben Aufgaben, geraten immer in dieselben Situationen oder an dieselben Menschen? Sogar morgens und abends laufen alle Tage gleich ab und Sie haben das Gefühl beruflich am Stand zu treten?

Dann wird es vermutlich Zeit, aus der Komfortzone herauszutreten und einen weiteren Karriereschritt zu planen.

Für jeden Mensch ist diese Komfortzone individuell, ebenso wie die Überwindung dieser und die Folgen davon, diese zu verlassen. Dazu zählen die Gewohnheiten, mit denen sich ein Mensch umgibt, in denen er sich wohl und sicher fühlt und es ihm leicht fällt, mit der Umwelt zu interagieren. Demzufolge bewegt man sich mit wenig Risiko und einer gewissen Routine auf sicherem Terrain. Im Business-Umfeld ist eine gewisse Routine oft notwendig, um effizient arbeiten zu können. Wenn man jedoch selbst unzufrieden ist, sollte man den Schritt wagen und sich verändern.

Grundsätzlich gibt es nach Bardwick drei Arten von Einstellungen:

  • „Entitlement“: Menschen fühlen sich dazu berechtigt, ihre Belohnung zu erhalten, und lethargisch dabei, diese zu verdienen. Ihre Motivation sowie Job-Zufriedenheit ist gering.
  • „Fear“: Menschen sind wie gelähmt. Die Angst, ihren Job zu verlieren, ist so groß, dass sie mehr damit beschäftigt sind, diesen zu verteidigen, als ihn entsprechend gut auszuüben.
  • „Earning“: Menschen sind angeregt durch die Herausforderung. Sie wissen, ihre Leistung wird wahrgenommen und belohnt. Dies geschieht offensichtlich, wenn die Komfortzone verlassen wird. [1]

Vier Möglichkeiten, um die eigene Veränderung so angenehm wie möglich zu gestalten:

  1. Kleine Schritte planen! Denn viele kleine erfolgreich absolvierte Umbrüche ermutigen und geben Kraft für die nächsten. Z. B. könnte man zunächst einmal beginnen, Stellenausschreibungen zu sichten.
  2. Wiederholungen einplanen! Hat man eine Hürde geschafft, begeht man sie am besten noch einige weitere Male. Z. B. könnte man weitere Bewerbungsgespräche wahrnehmen, auch wenn der Traumjob noch nicht dabei ist.
  3. Worst-Case-Szenario durchspielen. Dies hilft nur bedingt, aber doch. Wenn man sich bewusst macht, was im schlimmsten Fall passieren kann, fällt die Planung leichter. Eine Jobveränderung will gut überlegt sein. Sie evaluieren am besten vorab, welche Kriterien für Sie nach der Änderung akzeptabel sind und welche nicht. Z. B. kann man mit der Tatsache, dass es in anderen Unternehmen auch unangenehme Kollegen geben könnte, vermutlich besser umgehen, als mit der Tatsache, dass sich das Gehalt nicht so entwickelt, wie im Bewerbungsgespräch versprochen wurde. Recherchieren Sie gründlich und hören Sie auf Ihr Bauchgefühl!
  4. Und zu guter Letzt: Erlauben Sie sich, Fehler zu machen. Denn auch daraus lernt man bekanntlich. Hier muss wieder vorab abgewogen werden, welche Auswirkungen der Fehler akzeptabel sind und welche nicht.

Nach einer geglückten Veränderung werden Sie die positiven Erlebnisse, die sich wahrscheinlich einstellen, wie folgt wahrnehmen: Sie fühlen sich energiegeladener, gewinnen Selbstvertrauen, machen einen Entwicklungsschritt, überwinden Ihre Ängste und fühlen sich insgesamt gesehen zufriedener.

 

[1] Judith M. Bardwick: Danger in the Comfort Zone: From Boardroom to Mailroom — How to Break the Entitlement Habit That’s Killing American Business, New York 1995

Durch Social Media die Arbeitgebermarke stärken

By | Aktuelles Thema, Employer Branding, News

Warum sich die redaktionelle Arbeit bezahlt macht.

Wir suchen unter Instagram-Fotos nach Inspiration, liken und teilen lustige Katzenvideos, lesen auf LinkedIn Unternehemensupdates und Branchen-Artikel. Ob im privaten oder beruflichen Kontext, wir sind es inzwischen gewohnt, uns online zu informieren. Wenn es um die Frage des Employer Brandings geht, sehen wir einen klaren Segen darin. Warum? Im Konkurrenzkampf um die besten Talente haben Unternehmen zwei Lager zu bedienen: jene KandidatInnen, die bewusst und jene, die unbewusst Hinweisen zum Wunscharbeitgeber folgen. Genau in der Gruppe der „unbewusst Suchenden“ können soziale Medien unterstützen, Verbindungen aufzubauen, Interesse zu wecken und Begeisterung für das Unternehmen als Arbeitgeber zu schaffen.

Emotionale Berührungspunkte und Wertschätzung

Stellen wir uns eine Candidate Journey vor – sprich, die Reise vom Erstkontakt bis hin zur erfolgreichen Bindung. Täglich geben uns redaktionell betreute Social-Media-Kanäle wie LinkedIn, XING, Facebook oder Instagram die Gelegenheit, vielversprechende KandidatInnen emotional abzuholen. Mit Themen, die sie bewegen, die das Profil der Arbeitgebermarke schärfen. Wir sprechen also von Reichweite: Jedes News-Update schafft emotional aufgeladene Berührungspunkte mit potenziellen MitarbeiterInnen, kann deren Neugierde wecken und Zünglein an der Waage für aktive Informationssuche auf der Unternehmenskarriereseite sein – bis hin zur aktiven Bewerbung unter offenen Jobs. Doch nicht nur unternehmensexterne Personen zählen zu den Zielgruppen. Auch unter den eigenen KollegInnen können Unternehmen virale Effekte erzielen. Geschichten, die MitarbeiterInnen persönlich bewegen, teilen sie gerne im eigenen Netzwerk. Sie treten quasi in „Unterhaltung“ mit ihrem Bekanntenkreis und agieren als MarkenbotschafterInnen. Darüber hinaus können veröffentlichte Social-Media-Beiträge unter KollegInnen Zeichen setzen: Anerkennung für ihre Arbeit und Wertschätzung für die gemeinsamen Erfolge.

Glaubwürdigkeit, Information und Kontakt

BewerberInnen wollen über ein Unternehmen Bescheid wissen und ein klares Bild davon haben, was sie als MitarbeiterIn erwartet. Natürlich möchte jeder Arbeitgeber die besten Seiten zum Vorschein bringen – jedoch nicht auf Kosten der Glaubwürdigkeit. Gutes „Social Employer Branding“ bedeutet, transparente Einblicke in den Alltag zu geben – frei von unnahbarer Perfektion. Es geht darum, zu zeigen, wer die MitarbeiterInnen sind, für welche Werte sie gemeinsam einstehen, woran die Teams arbeiten, in welchem Arbeitsumfeld sie sich bewegen, welche Erfolge sie feiern und Events zusammen erleben. Sie geben wertvolle Informationen über ein Unternehmen preis und zeichnen ein vorstellbares Bild der Arbeitgebermarke – verpackt in kleinen Geschichten. Jede/r, ob MitarbeiterIn oder nicht, kann sofort ein Teil davon werden, in dem er das Posting z. B. kommentiert oder teilt. Unternehmensprofile und Beitragsverlinkungen führen zu weiteren Informationen, zeigen Kontaktmöglichkeiten und weisen den Weg zu neuen Karriereperspektiven in Form offener Jobs.

Am Anfang stehen eine Strategie und Verantwortlichkeiten

Was in der Theorie schön klingt, braucht ein Erfolgsrezept. D. h. als Employer-Branding- und Social-Media-Verantwortliche liegt die erste Aufgabe darin, eine Strategie zu entwickeln. Dazu müssen grundlegende Fragen geklärt werden: Was sind unsere Ziele? Wer sind unsere Zielgruppen? Was wollen wir unseren Zielgruppen wie sagen? Mit welchen Kanälen schaffen wir das glaubwürdig? Wo liegen die Verantwortlichkeiten und Schnittstellen zu anderen Abteilungen? Die Strategie definiert, was erreicht werden soll, an wen welche Botschaften gerichtet werden und welche Kanäle dafür die passenden Vehikel sind. Sie schafft interne Informationsstrukturen in Form eines definierten Teams, das die Kanäle mit Content versorgt und ein flexibles Arbeiten in Abstimmungs- und Freigabeprozessen zulässt. Sie ist Grundstein für die Redaktionsplanung, die wiederum als Werkzeug für das tägliche Tun Guidelines braucht: Wie lang sollten Texte sein? Wie ist das Corporate Wording gestaltet? Was ist das passende Medienformat in welchem Kanal? Welche technischen Spezifika und Corporate-Identity-Vorgaben sind in der Grafik- und Bildbearbeitung zu beachten? Wie stehen wir zu Hashtags und Emojis? Wenn man die Antworten auf all diese Fragen kennt, ist man auf dem besten Weg für erfolgreiches Social Employer Branding.

Mut zu Fehlern! 4 Tipps für eine konstruktive Fehlerkultur

By | Aktuelles Thema, News, Personalentwicklung

Sind Sie jemand, der sich manchmal schwer tut, Fehler zuzugeben? Sind Sie jemand, der öfter an sich zweifelt und den Perfektionismus in sich trägt? Kein Wunder. Schließlich leben wir in Zeiten, in denen Selbstoptimierung und Perfektionismus, egal ob im Privatleben oder im Beruf, oft propagiert wird. Doch das ist so nicht ganz richtig. Denn Optimierung ist immer ein Prozess, der mit Fehlern einhergeht. Ein Prozess, der nur durch neues Ausprobieren und die damit verbundenen Erfahrungen vorangeht.

Was haben alle erfolgreichen Menschen gemeinsam?

Sie trauen sich was und legen los, statt nur von ihren Ideen zu reden. Sie tun es einfach. Kurz gesagt: Wer viel umsetzt, hat auch größere Chancen auf Erfolg und wirkliche Innovationen. Damit einher geht aber auch: Wer viel umsetzt, wird sicher auch viele Fehler machen. Gestaltungsprozesse gehen mit Fehlern eben einher. Denn wer keine Fehler macht, macht wahrscheinlich auch sonst nichts.

Und: Wer etwas wagt, wer neue Wege beschreitet, wer den Status quo nicht als zukunftsweisend begreift und sich aus seiner Komfortzone bewegt, wird früher oder später Fehler machen. Deshalb sind genau die Menschen, die öfters Fehler machen, die cleversten und couragiertesten, mit den neuen Ideen und dem Mut, Dinge umzusetzen. Wir lernen aus Fehlern, ob wir wollen oder nicht. Hier wirkt auch die Transparenz von Fehlern wie ein Wunder. Denn so lernen auch die anderen von Fehlern im Unternehmen und es verbessern sich gleichzeitig ganze Teams.

Deswegen möchte ich mit einem Zitat von Bill Gates beginnen: „I failed in some subjects in exam, but my friend passed in all. Now he is an engineer in Microsoft and I am the owner of Microsoft.“

 

Hier 4 Tipps für eine konstruktive Fehlerkultur:

Tipp 1. Offene Kommunikation

Wenn einen etwas stört – sei es am Job, an Freunden oder an dem/-r PartnerIn – sollte man den Dialog suchen und das Problem offen ansprechen. Denn es kann nur besser werden, wenn man es anspricht, und im Endeffekt hat man nichts zu verlieren. Es hilft nichts, die Gedanken im Kopf hundertmal durchzugehen, wenn sie erst gar nicht beim richtigen Empfänger ankommen. Menschen machen sich bekanntlich die meisten Gedanken über Dinge, die dann zu 80 % gar nicht eintreten. Auch wenn dem Gegenüber die angesprochenen Mängel oder Fehler vielleicht nicht gefallen, werden sie mit Sicherheit den Mut zu einer ehrlichen Kommunikation schätzen und es fällt eine riesige Last von einem. Und um Albert Einstein zu zitieren: „Es ist leichter, Probleme zu lösen, als mit ihnen zu leben.“

Tipp 2: Fehlerhaltung systemisch fördern

Hier geht es um Entpersonalisierung von Fehlern und hin zu einer systemischen Anwendung, damit sich eine offene Haltung entwickeln kann. Jeder Mensch hat durch seine Erfahrungen eine individuelle Haltung im Umgang mit Fehlern gebildet. Im gleichen Sinne hat jede/r MitarbeiterIn gelernt, wie das Unternehmen mit Fehlern umgeht (systemische Fehlerhaltung). Der erste Schritt in eine konstruktive und lernende Fehlerkultur ist es daher, diese vielfältigen, individuellen und systemischen Fehlerhaltungen im Unternehmen sichtbar zu machen und darüber sprechen zu können. Beispielsweise via Intranet oder Online-Plattformen, sodass alle MitarbeiterInnen sehen, Fehler passieren jedem und alle können gleichzeitig davon lernen.

Tipp 3: Offenheit als Führungskraft vorleben

Führungskräfte können einen offenen Umgang mit Fehlern und eine andere Bewertung dieser praktizieren, indem sie den Mut dafür anerkennen. Man kann honorieren, wenn MitarbeiterInnen Fehler nicht vertuschen, nicht kleinreden oder sich permanent aus der Mitverantwortung herauslamentieren, und man kann es belohnen, wenn sich MitarbeiterInnen selber aktiv einbringen, um die Probleme aufzudecken, die zu diesem Fehler geführt haben. Außerdem wäre ein Tipp, in Meetings als Führungskraft selbst offen über Fehler, die einem passiert sind, zu reden und was man daraus gelernt hat. Das zeigt Selbstbewusstsein, Menschlichkeit, Sympathie und vor allem Charisma.

Tipp 4: Experimentieren und Ausprobieren fördern

Neue Produkte oder Dienstleistungen werden erst in Prototypen oder durch Ausprobieren erprobt. Design Thinking beispielsweise bietet als Innovationsmethode eine ausgewogene Balance zwischen kreativen und analytischen Verfahren. In dieser Methodik sind Fehler sogar essentiell, um rasch von ihnen zu lernen und sich stetig zu verbessern. Denn nur durch Ausprobieren und oft auch durch zahlreiche Fehler sind viele tolle Innovationen und Produkte entstanden. Oder um Hendry Ford zu zitieren: „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“

Fehler sind menschlich. Wandel, Erneuerung und Innovation brauchen einen gestalterischen Freiraum, in dem Fehler, Experimente und kalkulierbare Risiken unverzichtbare Lernchancen bieten. In einigen agilen Kreisen heißt es daher: Fail early to succeed faster!

 

Autorin: Laura Stoiber

© Iventa.
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